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Sprache der Dichter und Denker



Brauset, Winde! Schäume Meer!
Mir im Herzen braust es mehr;
Schlage, Unglückswetter, ein!
Muth will trotzig oben sein.

Freudig schießt er auf Gefahr,
Wie auf Raub der Sonnenaar*,
Stürzt mit Wangen frisch und roth
Kühn hinein in tiefsten Tod.

O wie selig ist der Mann,
Der in Wahrheit sagen kann:
Du, Gefahr, bist meine Braut,
Treue, du mir angetraut!

O wie selig ist der Mann,
Der in Wahrheit sagen kann:
Muth, du bist mir Sonnenschein,
Muth, du bist mir edler Wein!

Wir ziehen voran.
Die ganze Zeit, unendlich weit.
Wir ziehen voran.
Der Sonne entgegen, unentwegen

Sonnenschein behält sein Licht,
Saft der Reben altet nicht:
So erlischt nicht kühner Muth,
So erbleicht nicht Heldenblut.

Will die Welt zu Scheitern geh'n,
Muth bleibt fest und ruhig steh'n;
Ja, fällt selbst der Himmel ein,
Muth wird Gott mit Göttern sein.

Wir ziehen voran.
Die ganze Zeit, unendlich weit.
Wir ziehen voran.
Der Sonne entgegen, unentwegen.

Ernst Moritz Arndt, 1811

_________
Sonnenaar*
der Aar ( dichter. ≈ Adler)



Sehr schönes Lied und der Text ist nicht"cool" sondern Spitzenklasse- wir sollten die Sprache der Dichter und Denker nutzen bei der Einschätzung eines Liedes in eben dieser wunderschönen Sprache!

Flammende Herzen, wehende Fahnen
Flammet und wehet himmelan.
Glaube und Hoffnung, Liebe und Treue
Begleiten uns voran.

Rückt dichter in der heil'gen Rund
Und klingt den letzten Jubelklang.
Von Herz zu Herz und Mund zu Mund
Erbrause freudig der Gesang.

Wir halten stand im Licht der Welt
Das Schweigen ist verbannt.
Die Sonne unser'n Weg erhellt -
In unserem geweihten Land.

Es scheint das Licht der Herrlichkeit
Empor aus finsterer Nacht.
Hell kling herein die neue Zeit,
Die all' unsere Herzen entfacht!





(A)
In rauher Nacht - ein Herz entflammt,
vergessen war die Zeit.
Heil'ges Wesen - so unbekannt,
der Götter schönstes Geleit.

Die Wiederkehr an's Licht der Welt-
mit Freude, Liebe und Kraft.
Ein Sternenmeer, dass uns erhellt,
begleitet durch die Nacht.

(M)
Der Tag erwacht im Sonnenlicht,
geweihte Einigkeit.
Ich spür' Dein Atem auf meinem Gesicht,
heil'ge unendliche Zeit.

Ein Sonnenstrahl bahnt seinen Weg
in unsere Herzen hinein.
Kein Blitz, kein Sturm, keine Kraft der Welt
Kann unsere Herzen entzwein.
(N)
Tags: german, lieder
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