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RETTET DAS SPIEL

Gerald Hüther, Christoph Quarch. RETTET DAS SPIEL! Weil Leben mehr als Funktionieren ist.
https://drive.google.com/file/d/1C1yePcySAe9-BZcuJis7I-GlBAUHQ7rj/view?usp=sharing

интересная книжка, подводящая к мысли, что в основе всего во вселенной лежит игра.
или нет, "лежит" по отношению к "игре" наверное не то слово, тут лучше бы подошел глагол "танцует")

этимология слова Spiel (игра):
mhd. spiln, spilen ‘Scherz treiben, sich vergnügen (mit Leibesübungen, Kampfspiel, Brett- oder Würfelspiel), sich lebhaft bewegen, fröhlich sein, musizieren’...Die Ausgangsbedeutung ist ‘Tanz, tänzerische Bewegung’ bzw. ‘tanzen, sich lebhaft bewegen’.

Старшее значение - «танец, танцевальное движение» или «танцевать, двигаться живо».

так как основное движение танца есть вращение,
возможно родственно нем. spinnen - вращаться, кружиться, англ. spin...

в немецком есть еще слово Spill - судовая лебедка* с вертикальным валом для работы с тросами или цепями, от которого вероятно произошло и русское "шпиль" - остроконечная высокая надстройка пирамидальной или конической формы, завершающая здание. В архитекрурном значении шпиль по немецки по другому называется - die Spitze.

*Лебёдка. Техническое приспособление названо по форме рукояти ворота, похожей на лебяжью шею.

+++

цитата:

>>Wir können nämlich nicht nur fragen, wie so etwas Komplexes wie das Leben entstanden ist, sondern auch der vielleicht sogar noch spannenderen Frage nachgehen, wie und unter welchen Voraussetzungen überhaupt eine Herausbildung hochkomplexer – allerdings im Vergleich zu Lebewesen noch relativ einfacher – Strukturen, also beispielsweise der eines Schneekristalls, möglich ist.<<

Мы можем не только спросить, как возникла такая сложная вещь как жизнь, но также исследовать возможно даже более захватывающий вопрос о том, как и при каких условиях возможно появление сложных - хотя и относительно простых по сравнению с живыми существами - структур, например, кристалла льда - снежинки:

>>Was ist es denn und was für Voraussetzungen sind notwendig, damit sich beispielsweise Wassermoleküle so zusammenlagern können, dass daraus so ein einzigartiges und komplexes Gebilde wie eine Schneeflocke entsteht?

Wenn dem Wasser zu schnell Energie entzogen wird – indem man es herunterkühlt –, wird es zu einem Eisklotz. Und wenn ihm zu viel Energie zugeführt wird, taut es, kocht es und verdampft es.

Aber wann wird aus Wasser ein Schneekristall? Wenn es weder zu kalt noch zu warm ist. Wenn die Energie, die auf die Wassermoleküle wirkt, weder zu groß noch zu gering ist, sondern genau so, dass sie endlich genug Spielraum haben, um miteinander in Beziehung zu treten. Nur dann können sie das hervorbringen, was in ihnen steckt und was sofort wieder in den Hintergrund rückt und vergeht, wenn es dafür zu schnell zu kalt oder zu warm wird.

Spielraum für die Entfaltung dessen, was also sogar in unbelebten Molekülen steckt, gibt es offenbar nur dann, wenn die Energiezufuhr weder zu klein noch zu groß ist. Mit dieser interessanten Erkenntnis lässt sich jetzt nicht nur die Entstehung von Schneeflocken, sondern auch die Herausbildung anderer Kristallstrukturen erklären. Aber nicht nur die, sondern auch alle anderen komplexen Phänomene scheinen diesem grundsätzlichen Prinzip zu folgen. Die zauberhaften Wolkengebilde am Himmel, der fragile Golfstrom, die bizarren Strukturen eines Flussdeltas oder die atemberaubenden, von Wanderdünen erzeugten Landschaften unserer Sandwüsten – sie alle verdanken ihre Herausbildung dem spielerischen Suchen und Finden stabiler Beziehungen ihrer Komponenten zueinander unter Bedingungen, wo weder zu viel noch zu wenig Energie von außen in Form von Wind- und Wasserströmungen einwirkt.

Auch ein Feuerwerk, und damit kommen wir zurück zur Überschrift dieses Kapitels, das seinen märchenhaften Funkenregen in den Abendhimmel zeichnet, ist solch ein hochkomplexes Phänomen. Solange die Energie beim Abschuss der Raketen noch zu groß ist, bleibt es ein zischender und pfeifender Lichtstrahl, und wenn die nach der Explosion in seinen Bestandteilen gespeicherte Energie freigesetzt ist und die Funken verloschen sind, bleibt nur noch ein Ascheregen übrig. Aber genau dazwischen, wenn für einen Augenblick die Energie weder zu groß noch zu klein ist, entsteht das Faszinosum dieser hochkomplexen Lichtgestalten, die wir als Feuerwerk bewundern.

Nun brauchen wir uns nur noch in Gedanken vorzustellen, es gäbe ein Feuerwerk, das diesen labilen Gleichgewichtszustand selbst erzeugen und aufrechterhalten könnte. Die Myriaden von Funken würden dann ja nicht einfach nur verbrennen. Jedenfalls dann nicht, wenn sie in der Lage wären, selbst genau die Energie zu erzeugen, die es ihnen ermöglicht, weiterzuglühen und oben im Himmel zu bleiben. Wenn es solch ein Feuerwerk gäbe, würden wir ein nicht endendes Schauspiel sich immer neu formierender Funkengestalten am Abendhimmel bewundern können.<<

и т.д. лень переводить, можете сами через гугл-транслит.
Понравился образ вечного самоподдерживающегося фейерверка)
Tags: книги, цитаты
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