September 30th, 2020

grün

Tic Tic



Tic Tic - электронный дуэт из Норвегии.
Поют на английском, но с чудесным скандинавским акцентом.
напримерн на 1.45 минуте в строке: I'll act like someone i want to be.
"act like" звучит как Эйяфьядлайёкюдль)))
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(no subject)

Nothing, absolutely nothing, remains just what it is. For Buddhists, the most basic fact or quality of the world is not being, as it is for most Western philosophers and theologians: it’s becoming. To be is to become, one can “be” only if one is in motion. (We can note an immediate difference here from what we heard about the Christian God: for Western, Christian theologians, to call God perfect means he doesn’t change; for Buddhists, if we call God perfect, it means that God is the most changeable reality we could imagine!)

But just why is everything impermanent and in constant change? The answer has to do with what might be called the flip-side of anicca: pratityasamutpada, or, technically, “interdependent origination.” More simply: everything changes because everything is interrelated. Everything comes into being and continues in being through and with something else. Nothing, Buddha came to see, has its own existence. In fact, when he wanted to describe the human self, or the self/identity of anything, the term he used was anatta, which means literally no-self… We are not “selves” in the sense of individual, separate, independent “things.” Rather, we are constantly changing because we are constantly interrelating (or being interrelated).”

Paul F. Knitter,
Without Buddha I Could Not Be A Christian

+++
иными словами: нет ничего что бы было "мной". точнее мной является всё.
вот простой пример: тропа.
тропы нет если нет соседей которые ходят друг другу в гости.
любая вещь - пузырь пустоты в океане взаимоотношений, которые и формируют его форму.
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Walter Moers - Ensel und Krete

Почитал Walter Moers - Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär (1999) - залпом, на одном дыхании, почти без словаря. очень легко и увлекательно написано, простым языком. при этом не лишено философской глубины. похоже одновременно на Лема образца "Кибериады" и "Приключений Трурля и Клапуция" и Дугласа Адамса "Автостопом по галакике"... Можно смело отнести к жанру юмористической фантастики. Хотя и с элементами фэнтези (только с наукой вместо колдовства) + немного леденящего кровь хоррора в духе страшных немецких сказок Гофмана, братьев Гримм))) В тексте кстати много постмодернистких аллюзий, отсылок (пасхалок) на немецкую классическую литературу, вот например стишок:

»Heute muß das Eisen schmilzen
Heute wird der Gang gebohrt
Frisch hinweg mit Schimmelpilzen
Graben ist das Zauberwort«

последнее слово явно отсылка к "Wünschelrute" (Йозеф фон Эйхендорф):)))
Великолепная книга! Лучшее что я читал на немецком.

взялся за второй его роман-продолжение - Ensel und Krete (2000)

В начале пожалуй нудновато, но потом... ООО! это настоящая немецкая литература!!! - hier handelt es sich um Hochliteratur mit Ewigkeitsanspruch.)))
чем-то даже напомимнило Томаса Манна - Доктор Фаустус))) где про папашу Леверкюна (со слов "Ионатан Леверкюн был немец в лучшем смысле слова, тип, который ныне едва ли встретишь в наших городах и уж подавно не встретишь среди тех, что во всем мире с таким удручающим буйством представляют наш народ") и его научные студии)))

Цитата:

>>Ist mir das immer noch nicht genug, greife ich zum Mikroskop, damit erforsche ich den Kleinkosmos. Ich darf Ihnen versichern, daß meine mikroskopischen Untersuchungen vollständig unwissenschaftlich sind, ja, sich jeder empirischen Erkenntnis verweigern. Ich erforsche das Schöne und das Häßliche, den Schneekristall und das Zyklopenspinnenauge, aber nicht um irgendwelche Regelmäßigkeiten oder Naturgesetze darin bestätigt zu finden, nein, mich interessiert die reine Form, die Inspiration durch Anschauung. Die mikroskopische Welt enthält Anblicke, die uns das bloße Auge vorenthält, sowohl wilde, chaotischste Strukturen als auch Orgien der Symmetrie. Ich habe Gedichte geschrieben, die auf der Struktur eines Libellenflügels basieren, auf der Oberflächenstruktur eines Flohhaares, auf den Ereignissen in einer meiner eigenen Tränen. Wußten Sie, daß auf den tausend Facetten eines Eintagsfliegenauges die tausend wichtigsten Augenblicke seines Lebens eingebrannt sind? Ich habe einen ganzen Roman aus der Analyse eines Stubenfliegenauges geschrieben, in tausend Kleinkapiteln: Der erste Tag ist auch der letzte. War leider ein ziemlicher Mißerfolg, die Leute identifizieren sich nicht gerne mit Stubeninsekten. Will ich eine Schlachtszene beschreiben, brauche ich nur einen Tropfen meines eigenen Blutes unter das Okular zu legen: Das Gemetzel, das Blutkörperchen, Bakterien und Antikörper darin veranstalten, läßt die legendäre Schlacht im Nurnenwald zu einer harmlosen Schlägerei verkümmern. Für ein Gebirge genügt mir ein Brotkrümel, will ich eine Unterseewelt voller vorzeitlicher Ungeheuer beschreiben, reicht eine Pipette voll Wasser. Meine Sammlung von mikroskopischen Proben ist größer als die der Universität von Gralsund, nur nicht so systematisch geordnet. Um ehrlich zu sein, sie ist überhaupt nicht geordnet. Manchmal greife ich wahllos ein Präparat aus meinen Kisten und lege es unter das Mikroskop. Gelegentlich entsteht daraus ein Roman. Meistens aber nicht.<< (Walter Moers, Ensel und Krete)